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Fortsetzung des deutsch-polnischen Erfahrungsaustauschs im Rahmen der Workshop-Reihe „Christliche Vereine und Verbände heute und in der Zukunft“

Moderiert wurde der Workshop in Krzeszów durch Hermann Kroll-Schlüter (stehend).

Unter dem Leitgedanken „Land stärken, Leben fördern, Glauben säen“ lud das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen e.V. (CSB) am 7. September 2015 zu einem grenzübergreifenden Workshop in das Kloster Krzeszów in Niederschlesien ein. Ziel war es,  unter dem Gesichtspunkt einer vom christlichen Gedanken geleiteten Zusammenarbeit in Europa und speziell zwischen Deutschland und Polen Initiativen christlicher Vereine und Verbände zu präsentieren und zu diskutieren. Die Entscheidung den Workshop an diesem Ort durchzuführen, fiel vor dem Hintergrund aktueller Bemühungen, die mehrjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Klöstern in Krzeszów und Panschwitz-Kuckau, der Gemeinde Kamienna Góra (zu der auch der Ort Krzeszów gehört) sowie dem CSB über ein von der EU gefördertes Projekt zu vertiefen. Mit diesem Vorhaben bot sich der passende Rahmen für die Fortsetzung der Workshop-Reihe.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch die Äbtissin des Klosters Krzeszów, Malgorzata Szewczyk, und durch den Bürgermeister Patryk Straus, erläuterten Hermann Kroll-Schlüter (Präsident des ILD) und Wolfgang Scharl (Präsident der FIMARC – der Internationalen Katholischen Landvolkbewegung) gemeinsam aus ihrer Sicht den Zusammenhang von Lokalität und Globalität sowie die Verantwortung christlicher Vereine und Verbände, die Herausforderungen in Europa anzunehmen und auf lokaler bzw. regionaler Ebene Europa mitzugestalten. Ziel müsse es sein, die Anliegen der ländlichen Bevölkerung in die Gremien der EU einzubringen und neue Partner für die Planung und Umsetzung von Projekten zu finden. Marek Holobicki präsentierte daraufhin, stellvertretend für den polnischen Verband christlicher Organisationen im ländlichen Raum (OSCHOW), die landpastorale Arbeit in Polen. Schwerpunkte sind dort die Zusammenarbeit mit den Landwirten und die Ansprache Jugendlicher, um sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Dass christliche Vereine und Verbände bei der Bewältigung der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in der EU vor allem in ihrem Wirken auf dem Land eine wichtige Rolle inne haben, betonte Ulrich Beyer, Abteilungsleiter in der Sächsischen Staatskanzlei, in seinem Vortrag. Im Anschluss an die Vorträge präsentierte Bürgermeister Patryk Straus die gemeinsame Projektinitiative zwischen dem Kloster St. Marienstern und dem Kloster Krzeszów. Anschließend besichtigten die Teilnehmer bei einem Rundgang die Klosterkirche und  das Areal des Klosterparks, welches im Rahmen des Vorhabens entwickelt werden soll. Zum Abschluss resümierte Hermann Kroll-Schlüter, dass der Workshop mit seinen Vorträgen und Ideen gezeigt hat, dass vielfältige Potenziale für die zukünftige grenzüberschreitende Zusammenarbeit christlicher Vereine und Verbände gegeben sind. „Europa gestalten bedeutet, sich gemeinsam auf dem Weg zu machen“, so Hermann Kroll-Schlüter. Gemeinsam auf den Weg begeben wollen sich die Teilnehmer der Workshop-Reihe auch zum 100. Deutschen Katholikentag 2016 in Leipzig. Deshalb traf man sich unter dem Motto des Katholikentages „Seht, da ist der Mensch“ zu einem weiteren Workshop am 3. November 2015 in der Heimvolkshochschule des Evangelischen Zentrums Ländlicher Raum in Kohren-Sahlis. Dort standen zukünftige gemeinsame Aktivitäten anlässlich des Großereignisses im Mittelpunkt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch ein Impulsreferat von Staatsminister a.D. Steffen Flath. Auf der Grundlage der Berichte von Dirk Martin Mütze, Studienleiter der Heimvolkshochschule, zur Land-Kirchenkonferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland und von Marek Holobicki zu den Planungen zum Weltjugendtag 2016 in Krakau leitete Hermann Kroll-Schlüter die Diskussion zur Form der gemeinsamen Präsentation der Arbeit der Vereine und Verbände und des aktiven Miteinanders zum Katholikentag in Leipzig ein. Die Präsentation in Leipzig soll gleichzeitig Vorlage für die gemeinsame Beteiligung zum Weltjugendtag in Krakau 2016 und zum Reformationsgedenken 2017 in Wittenberg sein. CSB- und SLK-Geschäftsführer Peter Neunert, rief zum Ende des Workshops alle Teilnehmer dazu auf, sich aktiv an der Ideenfindung für gemeinsame Projekte zu beteiligen und wünschte sich auch weiterhin eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit. Sein Dank galt insbesondere der Katholischen Landvolkbewegung Deutschland (KLB), welche bereits die Durchführung vorangegangener Workshops für christliche Vereine und Verbände aus Niederschlesien und dem Freistaat Sachsen aktiv unterstützt hat.
Eine Fortsetzung soll der Erfahrungsaustausch, der vom Freistaat Sachsen im Rahmen des Projektes „Christliche Vereine und Verbände im ländlichen Raum – heute und in der Zukunft“ gefördert wird, auch im Jahr 2016 finden, wenn sich die Vertreter christlicher Vereine und Verbände zum Katholikentag in Leipzig gemeinsam präsentieren werden.

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