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Ein Star zum Schwärmen

Der NABU ernannte einen Formationsprofi und Imitationskünstler zum Vogel des Jahres 2018. Im Gesang kann er perfekt Umgebungsgeräusche wie Handyklingeln oder Hundegebell nachahmen. Er meistert aber auch exakt abgestimmte Flugformationen in wolkenbildender Anzahl von bis zu hunderttausend Individuen je Schwarm. Der „Star“ ist der Star des Jahres 2018. 
Seine Präsenz im Alltag täuscht aber, denn die Bestände sind ebenfalls rückläufig wie bei vielen anderen Vogelarten auch. Die Ursache hierfür liegt häufig an weniger Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und ausreichenden Nahrungsangeboten.
Bereits zum achten Mal riefen der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) in diesem Jahr zur traditionellen Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ auf. Auch auf der der Kinder- und Jugendfarm in Hoyerswerda waren die guten und gemütlichen Sichtplätze für die einstündige Vogelzählung schnell vergeben, denn alle Beteiligten wollten selbst miterleben, ob die geringen Vogelzahlen des Vorjahres ihre Ursachen nur in den milden Temperaturen (ausreichend Futtermöglichkeiten in Wald und Wiese) und dem kräftigen Wind (schwierige Flugsituation) fanden oder ob die Bestände tatsächlich massiv eingebrochen sind.
Bei der Vorjahreszählung am 6. Januar 2017 führte auf dem Archehof der Feldsperling (14) neben Amsel (8), Ringeltaube und Haussperling (7), Stockente (6), Kohlmeise, Rotkehlchen und Elster (jeweils 1) das Feld an.
Bei der aktuellen Zählung belegten nun in der Zeit von 15-16 Uhr Feldsperling (11), Haussperling (10) und die Kohlmeise (8) die ersten 3 Plätze. Darauf folgten Elster (6), Amsel und Stockente (jeweils 5) und auf Platz 6 Ringeltaube bzw Graureiher mit jeweils zwei Treffern. Jeweils ein Tier wurde letztendlich bei den Blaumeisen der Nebelkrähe und dem Bussard gezählt. 
Die gewonnenen Daten werden anschließend genutzt, um die Wälder und Parks der Kooperationspartner Staatsbetrieb Sachsenforst bzw. den Baubetriebshof der Stadt Hoyerswerda Abt. Stadtgrün beim Thema  Stadtökologie zu unterstützen. Es werden zielgerichtet Nistkästen und Insektenhotels aufgehängt, um dem regionalen Artenschwund aktiv entgegen zu wirken.
Des Weiteren eignen sich die Daten optimal für den praktischen Einsatz während des Projektunterrichts auf der Kinder- und Jugendfarm. Sie sind nun auch Anlass ein komplett neues Projektthema zur Thematik „Vögel in ihrem Lebensraum“ zu entwickeln, mit vielen praktischen Informationen rund um Brut, Haltung, Fütterung und natürlich Bestandsentwicklung der jeweiligen Arten.

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