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Großes Treffen auf der Blühwiese inmitten von Brennnesseln, Kratzdisteln, Wilder Möhre und Co.

Die Raupen vom Kleinen Fuchs, Admiral, Landkärtchen und Schwalbenschwanz lieben die angelegte Blühwiese auf der Kinder- und Jugendfarm des CSB in Hoyerswerda parallel zur Bundesstraße 96. Der Sinn solcher Blühflächen besteht im Wesentlichen darin, die Artenvielfalt im Tier- und Pflanzenbereich zu verbessern. Im Pflanzenbereich funktioniert dies ganz einfach indem man hauptsächlich die verschiedenen Arten von Kräutern, Gräsern und Leguminosen wachsen lässt damit diese Ihre Blüte erreichen und sich somit anschließend frei über ihre verstreuten Samen vermehren können. Die weit verbreiteten, kurz geschorenen Rasenflächen oder auch mit Steinen ausgelegte Gärten mögen für viele Grundstücksbesitzer praktisch erscheinen, allerdings bieten sie für die stark rückläufigen Insekten- und Vogelpopulationen kaum einen Lebensraum. Die meisten Insekten brauchen den Nektar einheimischer Blütenpflanzen, möglichst von Kräutern, um ihren Nahrungsbedarf zu decken. Jedoch werden die verschiedenen Stockwerke einer Blühwiese längst nicht nur von den ca. 1500 verschiedenen Insektenarten wie Käfer, Ameisen, Bienen oder Schmetterlingen als Lebensraum genutzt sondern bieten auch Würmern, Schnecken, Mäusen, Rehen aber auch Vögeln wie dem Kiebitz oder der Feldlerche Futter, Wetterschutz und Brutflächen. Man kann also mit etwas weniger Aufwand wie z.B. einer reduzierten Mahd (bzw. Streifenmahd) oder dem Anlegen von ganzjährig blühenden Beeten ein Schlaraffenland für Biene, Falter und Co. erschaffen.
Auf der Kinder- und Jugendfarm werden Projekte zum Artenschutz groß geschrieben.
Um auch bei den Insekten einen kleinen Überblick über die Bestände zur erhalten, nahmen die Kinder und Jugendlichen, welche die Farm besuchen, erneut an der Aktion des NABU Insektensommer vom 2. bis 11.August teil. Die Zählstunde wählten sie am Freitag den 9. August 2019 zwischen 14 und 15 Uhr, in welcher sie mit reichlich Beteiligung (21 Teilnehmer) aber auch fachkundiger Unterstützung durch Ranger Herbert Schnabel von der NABU Ortsgruppe Wittichenau, die nicht immer leichten Bestimmungen durchführten. Es gelang auch mit einigen selbstgemachten fruchtigen Motivationssmoothies aus der Lehrküche und Hilfsmitteln wie z.B. Lupe, Zählhilfe oder Smartphone-Bestimmungs-App auch kleine Insekten ausfindig zu machen und zu bestimmen. Die meisten Zähler sicherten sich dabei die Schwebfliegen (10) vor Heuschrecken (8), Wildbienen (5) den Streifenwanzen (4) und dann auch endlich zwei Falterarten wie das Kleine Wiesenvögelchen (3) und der Kohlweißling. Alle Beteiligten waren zufrieden mit der Zählung und der hier vorherrschenden Artenvielfalt, jedoch wurde ja auch direkt auf der Blühwiese gezählt. Das umweltpädagogische Ziel wurde erreicht, nämlich Jung und Alt für die Umwelt zu interessieren und zu sensibilisieren.
Einen großen Dank nochmal an alle Beteiligten.

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